Gerald und ich

21.06.01

Gerald und ich... das ist eine besondere Bindung. Es hat zwischen Weihnachten und Silvester 1999 ganz harmlos angefangen, und hat sich zu einer so engen Verbindung entwickelt, die wirklich etwas ganz besonderes war, und so wie ich glaube auch über den Tod hinaus ist. Wie hatten viele gleiche Interessen, es gab nichts, wofür sich der andere nicht interessiert hätte. Wir haben soooo oft, besonders am Anfang, in der geleiche Sekunde das Gleiche gesagt. Ich habe nach einigen Treffen gesagt, daß er mein Seelenverwandter ist. Das hab ich vorher noch bei keinem Menschen geglaubt. Aber bei ihm, ...ich habe das auch mehrmals in die Briefe an ihn oder in mein Tagebuch gechrieben. Was passiert mit meiner Seele, wenn der Seelenverwandte stirbt? Wahrscheinlich geht es wirklich nur um die Seele, die ist ja nicht gestorben, sie ist mir näher als je zuvor!

Es gibt Tage an denen ich irgendwie immer noch auf ihn warte. Es ist so schwer zu beschreiben, Worte reichen dafür wohl nicht aus. Mein Verstand sagt mir immer wieder, daß er jetzt nicht zu mir kommen kann, aber ich kann es nicht begreifen. Dann gibt es Tage, an denen ich ein so tiefes Loch falle, an dem es in mir unendlich leer ist, an denen ich wünschte, auch mein Leben wäre zu Ende. Auch diese Momente verlaufen nicht immer gleich. Einerseits kann ich nur weinen, und sage immer wieder: “Gerald ich schaff das nicht, ich will das nicht schaffen müssen, gib mir Kraft” und dann sind es Momente, an denen ich nicht einmal denken kann. Meine Gedanken sind wie weg, ich kann fernsehen, ich kann vielleicht auch etwas lesen, aber wahrnehmen tu ich nichts.

Ich versuche viel zu arbeiten, hab diesen Sommer 3 Jobs angenommen, sodaß ich 8 Wochen fast jeden Tag unterwegs bin. Besonders freue ich mich auf die Wochenenden, da bin ich Kinderanimateurin, und Kinder, so habe ich gemerkt, sind im Moment das beste Hilfsmittel für mich.

Auf den nächsten Seiten will ich meine wundervolle Beziehung zu Gerald darstellen, und auch die Zeit danach, wie ich versuche damit fertig zu werden, Parallelen zu andern ziehen, und versuchen, in erster Linie mir, und vielleicht auch andern dadurch zu helfen.

Diese Seiten sollen in dieser schlimmen...... schlimmsten Zeit meines Lebens eine Beschäftigung für mich sein. Ich kann meine Motive  nicht genau beschreiben, aber so wie ich alles von ihm aufhebe, jede kleinste Erinnerung, so dient wohl auch diese Homepage dazu, die Erinnerungen zu verewigen.