![]() |
||||||
Hier sind einige Zeilen von meiner Mama. Sie mußte das gleich durchmachen wie ich, nur war sie schon verheiratet und wir leben heute noch in dem Haus das sie mit Ekkehard begonnen hat zu bauen. Wir haben ein wundervolles Verhältnis. Meine Eltern sind die wichtigsten Menschen auf der Welt für mich. Ich kann mich auf niemanden so verlassen und so vertrauen wie auf sie. Mama ist glaub ich immer sehr besorgt um mich, was mir auch sehr viel gibt, denn es sind neben Gerald meine Eltern, die mir die nötige Kraft geben! |
||||||
Hallo liebe Katharina, was ist los mit Dir? Bist Du n u r müde? Bist Du verärgert über irgendwas? Denkst Du zuviel über Birgit nach? Machst Du Dir wegen Christof Sorgen? Bist Du
überrascht wegen .....? Seit Sonntag, mit einer kleinen Ausnahme, sprichst Du kaum über Dich, ich bekommen keine Antworten auf meine Fragen. Keine Antworten auf meine SMS. Nur ausweichende Worte. Wenn Du nicht darüber
sprichst, wirst Du immer etwas mit Dir mitschleppen, was immer schwerer wird und bis zur enormen Last werden kann. Was kleines wäschst da zu etwas großen und man glaubt dann, man ist ganz alleine auf der Welt und niemand will
einen. Glaube mir, einmal gesagt ist es schon viel leichter, manchmal kann man über seine Sorgen dann auch schmunzeln. Vergrabe Dich nicht, verschließe Dich nicht. Dann verkümmert Dein I c h. Ich weiß, Dein Leben ist momentan
wirr, verrückt, sinnlos, .......... aber Geschehenes kann man nicht rückgängig machen. Man m u ß es annehmen und lernen damit zu leben. Es gibt keine andere Möglichkeit. Dein Schicksal ist traurig, aber so ist es. D e i n Leben
geht weiter, es gibt soviel schönes auf der Welt, man muß nur lernen es zu sehen. Glaube mir, immer glücklich ist niemand auf dieser Welt und Du lebst in einer Welt wo es keinen Krieg gibt, wo Du zu essen hast, ein Zuhause,
viele Freunde, keine Geldsorgen ........einfach eine Basis auf der man wieder aufbauen kann. Wieviele Menschen haben nicht einmal das. Du kannst Dich nicht immer verstellen, so tun als ob es Dir eh gut geht. Nicht auf dauer,
Dein Weinen Dein Zusammenbrechen ist vorprogrammiert. Der Körper läßt ein ewiges 'Sich etwas Vorspielen' nicht zu. Erinner Dich was ich Dir schon fürher oft erzählt habe - schreckliches Weinen, 'Nicht-mehr-wollen' , einfach am
Boden liegen bleiben, 'Sich-nicht-mehr-aufheben'. Einschlafen vergessen.Aber was hätte das für einen Sinn ergeben. Ich habe wieder soviel Schönes erleben dürfen. Deine Geburt, Dich groß werden sehen, mit Dir zu Lachen einen lieben
Mann, der uns beiden ein sorgenfreies Leben geben kann. All das hätte ich versäumt, ........wäre doch schade - oder? Also mein Schatz, ich höre jetzt auf. Die ewigen Weisheiten Deiner Mutter müssen Dir auch schon schön langsam
auf die Nerven gehen. Aber Du bist für mich das Wichtigste in meinem Leben und ich werde immer dafür kämpfen, mit all meinen Mitteln, damit es Dir gut geht. Viele kleine Bussi für Dich Deine 'lästige' Ma Guten Abend liebe Kathi, wie geht es denn Dir? Du fährst alleine am Friedhof. Ist es noch so schlimm wie vor (sind ja schon ganz
viele) Wochen? Kannst Du schon ein bißerl besser mit Deinen Gefühlen oder 'Nichtgefühlen' umgehen? Zerreißt es Dir immer noch das Herz? Du zeigst nie, wie es Dir eigentlich geht. Du versuchst immer zu
Lachen - wie machst Du das? Mußt Du nie weinen, kannst Du so gut verdrängen - immer ?
|
||||||
Hier die “Korrespondenz: mit Herrn Paumen, der selber eine schöne Homepage für seinen Sohn Oli gestaltet hat, der bei einem Motorradunfall ums
Leben gekommen ist. 18.06.01 18.06.01
Montag, 25. Juni 2001 10:42 Liebe Kathi, die Homepage für
Gerald ist wirklich sehr schön geworden. Für den Link auf Olis Seiten möchte ich mich ganz herzlich bei Ihnen bedanken. Die Art und Weise, wie Sie den Bezug darstellen, hat mich sehr beeindruckt. Selbstverständlich bin ich damit
einverstanden, wenn Sie unsere Korrespondenz dort hinterlegen. Sie schreiben ja, dass eines Ihrer Motive für diese Homepage auch die Hoffnung auf Hilfe für andere sein soll. In diesem Sinne ist das doch in Ordnung. Ihre Mail vom
19.06. habe ich noch nicht beantwortet, weil ich in der letzten Woche wenig Zeit für die wichtigen Dinge im Leben hatte. Ich habe sie mir aber gut durchgelesen und möchte auch darauf antworten. Aber gerade für Ihre verständliche
Frage, wie es uns nach dem Unfall ergangen ist, brauche ich etwas Zeit. Das zu beschreiben ist nicht einfach. Ich werde Ihnen das in einer anderen Mail einmal schildern (wenn ich ein wenig mehr Ruhe dazu habe). Zurück zu Geralds
Homepage. Ich möchte Ihnen einen Gedanken mitgeben, der mir in der letzten Zeit immer wieder durch den Kopf geht und der das Verhältnis von Leben und Tod beschreibt. Dort wo ich bin ist nicht der Tod dort wo der Tod ist bin ich
nicht Ich habe diesen satz in einer Trauerrede, die im Internet veröffentlicht war, gefunden und in Olis Seiten übernommen: |
||||||